Vorträge

Ressourcen und Recycling
als politisches Ziel

Jochen Flasbarth

Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit a. D.

Kernaussagen:
„Das Thema Ressourcenschutz ist so aktuell wie nie zuvor. Weltweit werden doppelt so viele Ressourcen verbraucht, wie noch vor dreißig Jahren. Ein schonender und gleichzeitig effizienter Umgang mit natürlichen Ressourcen wird zu einer Schlüsselkompetenz zukunftsfähiger Gesellschaften.“

„Deutschland hat die besten Vorrausetzungen, voranzugehen. Mit dem Programm „ProgRess II“ will die Bundesregierung die Inanspruchnahme von Rohstoffen reduzieren. Die Aspekte nachhaltiges Bauen und nachhaltige Stadtentwicklung wurden hierbei wegen ihrer besonderen Bedeutung in eigenständigen Themenfeldern berücksichtigt. Auch mit dem Bewertungssystem für Nachhaltiges Bauen (BNB) gibt es hervorragende Anknüpfungspunkte.“

„Ziel ist die Verbesserung der Steuerungsmechanismen und die Beförderung der Rückbau- und Recyclingfreundlichkeit von Gebäuden bereits im Entwurf. Das bedeutet: Der Rückbau fließt in die Planung des Gebäudes von vorneherein mit ein.“

„Ressourcenschutz ist immer auch ein Beitrag zum Klimaschutz, denn äquivalent zum geringeren Verbrauch reduziert sich auch der Energieaufwand, der im Prozess der Ressoucengewinnung anfällt.“

„Das Potenzial, das im Bereich Ressourcenschonendes Bauen vorhanden ist, ist enorm. Daher begrüßen wir die Gründung der Initiative IRBau ausdrücklich. Wichtig sind Best-Practice-Beispiele und Impulse an den Gesetzgeber, damit sich der Bereich entwickeln kann.“

„Ressourcenschutz muss genauso selbstverständlich werden wie Klimaschutz. Und er muss im Alltag gelebt und durchgesetzt werden und zwar auf allen Ebenen, auf Seite der Politik, der Industrie und der Konsumenten.“

„Insbesondere in Bereichen wie dem Bausektor gilt es auf Grund der langen Planungshorizonte von fünfzig, hundert oder mehr Jahren mögliche Entwicklungsszenarien genau zu analysieren um Rebound- und unerwünschte Nebeneffekte genauso zu vermeiden wie Pfadabhängigkeiten.“

„Es liegt also auf der Hand, wohin die Reise gehen muss: Wir müssen soweit wie möglich auf ein ökologisch sinnvolles Recycling setzen, dazu die Effizienz in der Produktion so weit wie möglich steigern und der zielgerichteten Innovation den Weg ebnen.“