Vorträge

Ressourcenpolitik – Bericht aus Brüssel

Manfred Fuchs

Directorate General for Internal Market, Industry, Entrepreneurship and SMEs

Kernaussagen:
„Aus europäischer Sicht ist das Thema „Ressourcenschonendes Bauen“ eine Mammutaufgabe: Wir müssen der Perspektive aller Mitgliedsstaaten gerecht werden, was nicht einfach ist, weil es keine einheitliche Datenlage gibt und die technischen Möglichkeiten begrenzt sind.  Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen unterscheiden sich. Wir setzen daher mehr und mehr auf „soft instruments“, die zum Ziel haben, Informationen bereit zu stellen und Praxisbeispiele zu liefern.“

„Grundsätzlich soll der Aspekt Recycling in der Bewertung von Gebäuden zukünftig mehr gewichtet werden. Dabei spielen nicht nur die Produkte, die zum Einsatz kommen, eine Rolle.  Das Gebäude insgesamt, auch die Phase nach der Nutzung, muss betrachtet werden.“

„Bereits in der „Mitteilung der Kommission an das europäische Parlament zum effizienten Ressourcenansatz im Gebäudesektor“ aus dem Jahr 2014 wurde hervorgehoben, dass unterschiedliche nationale Begebenheiten einer Verbesserung der Ressourceneffizienz im Bausektor im Weg stehen. Aufgabe ist daher, Ziele/Ziel-Kategorien und Indikatoren für die Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden zu erörtern und den Austausch über die praktische Umsetzung voranzutreiben. Kernindikatoren sollen definiert und ein gemeinsamer Rahmen geschaffen werden, nicht als Konkurrenz zu den bestehenden Zertifizierungssystemen, sondern als frei zugängliches, niedrigschwelliges Angebot. Dieser Prozess soll bis 2018 abgeschlossen sein.“