Vorträge

Zirkuläre Wertschöpfung als industriepolitisches Innovationskonzept

Reinhold Rünker

Ministerium für Wirtschaft NRW, StäV.II Wirtschaftspolitik

Kernaussagen:
„Das Thema „Zirkuläre Wertschöpfung“ wird bei uns seit circa zwei Jahren diskutiert. Manche plädieren für einen Wachstumsstopp, aber wir wollen Industrieland bleiben. Die zirkuläre Wertschöpfung sehen wir als ein Ermöglichungsprogramm für eine hochindustrialisierte Gesellschaft und industriepolitisches Innovationskonzept mit neuen Produkten, neuen Geschäftsmodellen und neuem Denken (Rethink!) “

„Produkte sollen so produziert werden, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus in einen neuen Wertschöpfungsprozess überführt werden können.“

„In NRW gibt es viele produzierende Unternehmen, die eine hohe Rohstoffabhängigkeit und zugleich eine kleinteilige, inhabergeführte Struktur mit hoher Flexibilität aufweisen. Während in großen Firmen Entscheidungswege oft festgelegt sind, betrachten wir vor allem kleine und mittlere Unternehmen als geeignete Partner dafür, innovative Wege im Bereich Ressourcenschonendes Bauen einzuschlagen.“

„Das Thema ressourcenschonendes Bauen berührt relevante Zukunftsfragen: Wird es in der Bauwirtschaft so etwas wie eine Sharing-Economy geben? Welche neuen Wertschöpfungsketten und Verbünde werden entstehen? Und wie wird es gelingen, das Disruptive, Neue mit dem Bestehenden zu verbinden? Das Neue muss umsetzbar sein!“

„Unsere Aufgabe als Wirtschaftsministerium sehen wir darin zu prüfen, welche Unterstützung wir leisten können, und zwar im Sinne von ermöglichen und nicht von immer mehr regulieren. Dabei müssen wir natürlich auch die Verzahnung zwischen Land, Bund und EU berücksichtigen. Der Zug rollt an, lokal, regional und international, und es lohnt sich, jetzt aktiv mitzugestalten.“